Türkische Friedensaktivisten besuchen Islamischen Dschihad

Vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei, zeigt die website des Islamischen Dschihads Fotos von türkischen Passagieren der Gaza-Flottille und wie diese Uniformen der Organisation anlegen. „Alle Türken beten für Euren Sieg“, sagt einer der Gäste.

Foto: ynet

Ali Waked, ynet, 25.10.10

Das Schiff Viva Palestina 5 mit „Friedensaktivisten“ an Bord, welches kürzlich im Hafen von Al-Arisch einlief, hatte nicht nur humanitäre Hilfe für die Einwohner von Gaza geladen, sondern auch enthusiastische Türken, die diese Gelegenheit zu einem Besuch der lokalen Mitglieder des Islamischen Dschihads nutzten.

Auf Bildern, die Ynet erhalten hat, sind Türken mit Waffen und Raketenwerfern zu sehen. Während der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan weiterhin Israel scharf kritisiert und eine Entschuldigung für den „Staatsterrorismus“ fordert, legten zwei türkische Gäste die Uniform der Al-Quds-Brigaden an, dem militärische Flügel des Islamischen Dschihads.

Die Bilder vom Besuch der türkischen Delegation wurden anfänglich auf der website der al-Quds Brigaden als Teil der Berichterstattung ihres Besuchs aufgeschaltet . Die Gesichter der Gäste wurden verzerrt, aber kurz Zeit später wurden die Fotos wieder von der website genommen, vermutlich aus Angst, die Türken könnten verletzt werden.

Während ihres Besuches in Gaza besuchte die türkische Delegation verschiedene Posten des Islamischen Dschihads. Ein Gast soll zu den gunmen der Gruppe gesagt habe, dass sie „eine Quelle des Stolzes für alle anständigen Völker in der arabischen und muslimischen Welt sind“. Er bezeichnete sie als „Vorfront des Kampfes gegen die Zionisten“.

Die türkischen Gäste priesen die palästinensischen Aktivisten und sagten „Ich bin stolz hier mit Euch zu sein, die ihr so viel für die muslimische Nation geopfert habt. Das ganze türkische Volk, sowie die Araber und Muslime beten für Euren Sieg, unterstützen Euch und stärken Euch“.

Zwischenzeitlich hat am Montag die Turkel-Kommission, welche zur Untersuchung des tödlichen Marine Einsatz gegen die türkische Marmara Ende Mai ernannt wurde, die Aussagen von zwei israelischen Arabern angehört, die sich an Bord der Marmara während des Vorfalls befanden.

Einer der Angehörten, Hamed Abu Dabous aus Rahat, wurden von den Kommissions-Mitgliedern nach der Fernseh-Ansprache befragt, in der einer der Anführer der Flottille zum gewaltsamen Widerstand aufrief und sagte, dass wenn die IDF Soldaten versuchten, die Kontrolle über das Schiff zu gewinnen, „  wir sie ins Meer schmeissen werden“.

Abu Dabous antwortete, dass er kein „Fernseh-Fan“ sei und nichts von dieser Rede wüsste. Er behauptete, dass er ein gesetzestreuer Bürger sei und sich des Einreiseverbots in den Gazastreifen nicht bewusst war.

„Wenn dass ,was Sie wollten, eingetroffen wäre, hätten Sie den Gazastreifen erreicht. Also war Ihre Absicht, gegen das Gesetz zu verstossen“, sagte ein Mitglied der Turkel-Kommission.

 (Ynetnews, 25.10.10)

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