Eine Erwiderung auf den Beitrag von Nationalrat Geri Müller, NZZ 11. August 2011

Geri Müller vergleicht den Arabischen Frühling, das Aufbegehren unterdrückter Völker gegen ihre autokratischen Regimes, mit den Gegebenheiten in den Palästinensischen Gebieten. Wenn er das schon tut, hätte er aber auch das brutale innenpolitische System der Hamas in den Palästinensischen Gebieten erwähnen müssen , die Erziehung, die zur Gewalt aufhetzt und die feindliche Agenda.

Herr Müller betrachtet die Anerkennung des Staates Palästina als ein wichtiges ungelöstes Problem, das die UNO im September beantworten müsste. Eine Zweistaaten-Lösung wurde seit langem als die einzig mögliche Lösung für den Konflikt vereinbart: dies wurde wiederholt von der israelsichen Regierung wie auch von der Internationalen Gemeinschaft erklärt. Für den Konflikt erweist sich die einseitige Deklaration eher als Hindernis; um Frieden zu schliessen müssen sich die Beteiligten einig sein und sich die Hand geben.

Herr Müller behauptet , dass die Grenzlinien von 1947 niemals von den Palästinensern akzeptiert werden könnten. „Wer auf der Welt wäre bereit, mehr als die Hälfte seines Landes an Hunderttausende von Neuankömmlingen aus Europa abzutreten, weil diese Europa wegen der Shoah verlassen mussten?“ Und ich frage, „Wessen Land? Die Hälfte von welchem Land?“ Die Palästinenser hatten keinen Staat, als das Britische Mandat endete. Den Palästinensern wurde angeboten, in Frieden neben einem neu gegründeten Jüdischen Staat zu leben. Sies wiesen das Angebot zurück und starteten einen gewalttätigen Kampf, der leider bis zum heutigen Tag andauert.

Herr Müller glaubt an eine Wirklichkeit, wonach die Palästinensische Autonomiebehörde Israel 1988 als Staat anerkannt habe; und wonach die Palästinensische Autonomiebehörde seit diesem Moment vergebens auf eine Anerkennung ihres Staates warte. Die Hamas, zur Zeit die im Gazastreifen herrschende politische Partei, hat eine klare Agenda: Zerstörung des Staates Israel. In der selben Weise ruft die PLO-Charta zur Zerstörung des Staates Israel auf.

Müller erklärt, dass Israel 2001 mit dem Bau einer Trennmauer begann , ohne den Grund dafür zu nennen. So wischt Müller absichtlich die Ursache dafür unter den Tisch, nämlich die vorangegangene Palästinensische Gewalt. Als die Mauer 2003 fertiggestellt war, gingen die Palästinensischen Terroranschläge um 85 % zurück und retteten so das Leben von Hunderten unschuldiger Menschen.

Müller behauptet, die Israelische Regierung beabsichtige, “möglichst viel Land zu besetzen.” Israel ist seit jeher dem Streben nach Frieden verpflichtet und es gibt zahlreiche, weit in die Vergangenheit zurückreichende Belege für Israels strategische Konzessionen zugunsten dieses Ziels. In den vergangenen Jahrzehnten hat Israel seine Bereitschaft für Verhandlungen über Landabtausch unter Beweis gestellt, für den Frieden den Sinai an Ägypten abgetreten, Gaza und den Südlibanon verlassen. Die Westbank wurde nach der Besetzung durch Jordanien von der Israelischen Armee in einem Akt der Selbstverteidigung im Unabhängigkeitskrieg erobert, als sieben Arabische Armeen gemeinsam versuchten, den neu gegründeten Jüdischen Staat zu zerstören.

Müller ist angewidert durch die Israelische Weigerung, mit der Hamas zu

Die Fakten und Ursachen des Konfliktes zu ignorieren heisst ihn anzuheizen und nicht zu lösen.

verhandeln. Ich zitiere : „Nun ist es höchste Zeit, dieses üble Spiel zu beenden. “ Sicherheit ist Israel’s “Spiel um Leben oder Tod”. So frage ich Sie, wie vernünftig wäre es, mit einer Einheit Frieden zu schliessen, die Sie nicht anerkennt und die zu Ihrer Zerstörung aufruft?

Gemäss Herrn Müller ist es einzig die Israelische Besetzung in der Westbank, die einer langfristigen friedlichen Lösung im Weg steht. Sogar vor der Israelischen Präsenz in der Westbank, ja sogar vor der Existenz des Staates Israel, zettelten seine Nachbarn Kriege gegen Israel an, bzw. griffen radikale Arabischen Gruppen Jüdische Emigranten an.

Müller verwendet das Wort “Unterdrückung” für die Art, wie Israel mit seinen Palästinensischen Nachbarn umgehe. Israel ist eine westliche Demokratie, die zum Frieden und zur Zusammenarbeit erzieht und auch danach handelt; das Land investiert jährlich Millionen von Dollars für die Entwicklung und Prosperität der Palästinensischen Autonomiegebiete.

Herr Müller, die Fakten und Ursachen des Konfliktes zu ignorieren heisst ihn anzuheizen und nicht zu lösen.

Von Ran Zucker

13.9.11

„Das Recht auf einen eigenen Staat“ von Gerri Müller

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: