Tumoroperation an äthiopischem Mädchen

Yamesrach Kebede kann wieder lachen – israelische Ärzte haben ihr das Leben gerettet. Die zehnjährige Yamesrach aus Äthiopien litt an einem großen Tumor im rechten Auge, der ihr die Sehkraft geraubt hat.

Der bereits in früher Kindheit entstandene Tumor drückte nicht nur das Auge nach außen, es bestand auch die Gefahr, dass er sich auf das Gehirn ausbreiten und somit lebensgefährlich werden würde. In Äthiopien kam eine Operation nicht in Frage, da die dortigen Krankenhäuser weder über die nötige Ausstattung noch das Know-how dafür verfügten.

 

Yamesrach Kebede nach der Operation (Foto: V. Kahana)

Doch Yamesrach Kebede hatte Glück: Vor drei Monaten begegnete sie einem Team von Augenärzten, die im Auftrag von „Save Sight“, einem von MASHAV, der Agentur für internationale Zusammenarbeit des Außenministeriums, geförderten Projekt, in Äthiopien Augen-OPs durchführten.

Nati Marcus, der Gründer und Vorsitzende der an dem Projekt beteiligten Organisation „Eye from Zion“ nahm sich des Mädchens an: „Nach einer ersten Untersuchung und der Diagnose, dass es sich nicht um einen bösartigen Tumor handelte, beschlossen wir, sie nach Israel zu bringen“, so der Arzt.

Die Aktion hatte viele Unterstützer, u.a. MASHAV, die israelische Botschaft in Addis Abeba und natürlich die Ärzte, die zustimmten, die äußerst riskante Operation durchzuführen.

Dr. Guy Ben Simon, der Yamesrach gestern am Tel Hashomer-Kinderkrankenhaus operierte, erzählt, er habe Experten auf der ganzen Welt konsultiert, bevor er in den OP-Saal gegangen sei.

 

Dr. Simon (Mitte) und Yamesrach (Foto: V. Kahana)

Die kleine Patientin, die in Begleitung ihrer älteren Schwester nach Israel gekommen ist, wird nun in Haifa ein künstliches Auge erhalten und dann nach Äthiopien zu ihrer Familie zurückkehren.

Für Simon war es nicht die erste ehrenamtliche Operation. „Ich war in vielen Delegationen von Augenoperationen in Indien, Äthiopien und anderen Orten in Afrika. […] Als [Marcus] mich wegen des Mädchens ansprach, bin ich damit zur Krankenhausverwaltung gegangen, die sofort bereit war zu helfen“, erzählt der Arzt.

Auch im nächsten Jahr plant Dr. Simon einen Aufenthalt in Äthiopien. „Ich hoffe, sie dann wiederzutreffen und noch einmal zu untersuchen.“

(Ynet, 22.02.12)

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