Ostern in Israel – eine Reportage

Israel auf den Spuren der Bibel – Ostern im Heiligen Land

von Blacky Neubauer

Nirgendwo sind Sie der biblischen Geschichte so nah wie im Heiligen Land. Hier liegt Bethlehem, Jesu Geburtsort. Der See Genezareth, an dem Jesus viele Wunder vollbrachte. Auch Jerusalem, der Ort der Leidensgeschichte und Auferstehung Christi, lässt die Bibel lebendig werden.

Neben vielen religiösen Stätten bietet Israel aber auch großartige Natur und aufregendes Stadtleben. Mehr Abwechslung geht nicht.

Nazareth

Beginnen Sie Ihre Reise auf den Spuren der Bibel in Nazareth. Hier in den sandsteinfarbenen Gassen des kleinen Pilgerstädtchens im Norden Israels liegt die Wiege des Christentums (Bild). In Nazareth verbrachte Jesus seine Kindheit und Jugend.

Wo einst Maria und Josef gewohnt haben sollen, befindet sich heute die Verkündigungsbasilika. Ganz in der Nähe ist die Kirche des Heiligen Josefs, erbaut an der Stelle, an der Marias Ehemann seine Zimmerei hatte.

Mehrmals am Tag mischt sich das Glockenläuten der 30 Kirchen und Klöster mit dem Ruf des Muezzins. Denn Nazareth ist mit 60 000 Einwohnern die größte arabische Stadt Israels.

Auf dem Markt in der Nähe der Weißen Moschee duftet es nach ofenfrischem, arabischen Brot, Einheimische und Pilger genießen den mit Kardamom gewürzten Kaffee. Ganz in der Nähe – inmitten der hügeligen Landschaft Galiläas, die im Frühjahr von bunten Wildblumen übersät ist – liegt Kana, wo Jesus auf einer Hochzeit Wasser in Wein verwandelt haben soll.

Und mitten in Nazareth startet der Jesus-Trail, ein 65 km langer Wanderweg, der direkt nach Kafarnaum am See Genezareth führt.

(Bild: Verkündigungsbasilika in Nazareth)

 

See Genezareth

Eine gut ausgebaute Straße windet sich hinunter zum See Genezareth, der 212 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und der tiefstgelegene Süßwassersee der Erde ist. Hier predigte Jesus und heilte Kranke.

In Kafarnaum am Nordufer des Sees traf er seine ersten Jünger, die Fischer Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes. Ein wunderschönes Mosaik in der drei Kilometer entfernten Kirche von Tabgha erinnert an das Wunder der Brotvermehrung, bei dem Jesus fünf Brote und zwei Fische nahm, ein Gebet sprach und 5000 Menschen speiste.

1986 wurde im See ein 2000 Jahre altes Holzboot freigelegt, das im Yigal Allon Museum im Kibbuz Ginossar am Westufer zu sehen ist (Eintritt 4 Euro). In einer Nachbildung dieses Fischerbootes – das Jesus Boat – kann man heute über den See gleiten.

Rund um den See Genezareth, der vom Jordanfluss gespeist wird, gibt es herrliche Strände und Wasserparks. Ein schöner Radweg führt durchs fruchtbare Bethsaida-Tal am Nordostufer. Dort soll Jesus einen Blinden geheilt haben.

Jerusalem

Die letzte Zeit seines Lebens verbrachte Jesus in Jerusalem. Die beste Aussicht auf die Altstadt und den Felsendom hat man vom Ölberg, wo der Garten Gethsemane liegt, in dem Jesus in der Nacht vor seiner Kreuzigung betete.

Uralte Olivenbäume sind das Wahrzeichen des 30 Hektar großen Parks. Durch das Löwentor geht es in die Altstadt Jerusalems, wo die Via Dolorosa, der Leidensweg Jesu, liegt. Der 14 Stationen lange Kreuzweg führt zur Grabeskirche.

Vor allem bei der Freitagsprozession drängen sich Tausende Gläubige aus aller Welt durch die Gassen. Manche tragen riesige Holzkreuze, um das Leiden Christi nachzuempfinden.

Wer einen Blick auf das Grab Jesu werfen will, muss oft stundenlang Schlange stehen. Abends geht’s zum Kneipenbummel ins angesagte Nahalat-Shiva-Viertel mit kleinen Bars und Restaurants.

 

 

Zwischendurch stärken Sie sich mit Falafel (frittierte Kirchererbsenbällchen) oder Shawarma (Fladenbrot mit Fleisch und Joghurtsoße).

 

 

Bethlehem

Eine große Ausfallstraße im Süden Jerusalems führt direkt nach Bethlehem, dem Ort, wo alles begann. In dem Geburtsort Jesu am Rande der Judäischen Wüste, der unter palästinensischer Verwaltung steht, trifft sich alles auf dem großen Platz vor der Geburtskirche.

Der Komplex ist eines der ältesten christlichen Bauwerke. Zwei Eingänge führen von der Kirche zur Geburtsgrotte. Ein großer Silberstern kennzeichnet den Ort, an dem Christus zur Welt gekommen sein soll.

(Quelle: http://www.bild.de/reise/2012/reisen/ostern-im-heiligen-land-23289376.bild.html)

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