Einige Gedanken zum jüdisch-demokratischen Staat

Eine Demokratie unter Demokratien

Keine andere Demokratie kann eine grössere Meinungsfreiheit für sich in Anspruch nehmen
trotz sieben Jahrzehnten Krieg und Terrorismus; trotz der Bedrohung der Auslöschung und
parallel dazu den Herausforderungen aus verschiedenen Immigrantengemeinschaften, die aus
ihren Heimatländern vertrieben wurden, eine kohäsive Gesellschaft zu entwickeln – ein Melting Pot.

Demokratie unter Nichtdemokratien

Jeder einzelne Staat im Nahen Osten – einschliesslich der Palästinensischen Autonomiebehörde
– hat eine offiziell etablierte Religion. Sie diskriminieren und lehnen (de jure und de facto)
Nichtmuslime, insbesondere Juden, oft ab. Nun, das ist nicht überraschend; denn keines dieser
Länder ist eine Demokratie und doch wird keines von ihnen angeklagt, nicht demokratisch zu
sein.

Religion und Staat

Im Gegensatz dazu ist Israel in der Praxis ein säkularer Staat, der die Religionsfreiheit für alle
vertritt, ähnlich allen anderen liberalen Demokratien. Israel akzeptiert religiösen Pluralismus viel
stärker als jedes andere Land im Nahen Osten, mehr als jeder muslimische Staat in der Welt und
auch als die meisten christlichen Staaten im Laufe der Geschichte und sogar heute nochi. Israel
besitzt jedoch einige Gesetze, die die Sicherheit und Zukunft der jüdischen Nation gewährleisten.

Israel definiert sich tatsächlich über die Begriffe der Nationalität und Religion. Ähnlich haben
auch Dänemark und Norwegen das lutherisch-evangelische Christentum in ihren Verfassungen
als offizielle Staatsreligion verankert und in Grossbritannien trägt die Monarchin den Titel
„Verteidigerin des Glaubens“ der Kirche Englands.

Von der Diaspora in ihr Heimatland

Die Forderung nach politischer Selbstbestimmung der Juden begründet sich eindeutig in der
Tatsache, dass die Staatlosigkeit eindeutig zu einer langen Verfolgungsgeschichte durch andere
Nationen beigetragen hat, die schlussendlich im Genozid des Holocausts sowie den
Vertreibungen aus Europa, den arabischen Ländern des Nahen Ostens, Nordafrikas, der
Golfstaaten und auch der ehemaligen Sowjetunion kulminierten. Die Tragödie der jüdischen
Zerstreuung verleiht ihnen das Recht auf das, was sie im 20. Jahrhundert nötiger als jedes
andere Volk benötigten: das Recht auf einen Staat.

Identität

Der Grossteil der jüdischen Bürger Israels wurde in eine jüdische Bevölkerung hineingeboren,
die aus ihren Ursprungsländern vertrieben wurde und keine andere Heimat hat. Es ist von
zentraler Wichtigkeit, die existentielle Bedrohung gegen die Juden zu anerkennen. Israel – so
wie alle anderen Nationen – muss die Zukunft, die Sicherheit, das Wohlergehen und die
einzigartige Identität seines Volkes, dessen Kindern und dessen Geschichte gewährleisten
können. Der Staat Israel muss, um sicher und stark zu bleiben, die jüdische Immigration erhalten
können und fähig sein, Angehörige des jüdischen Volkes, die in ihren Herkunftsländern nicht
mehr willkommen sind, aufzunehmen.

Jeder kann sich selbst fragen:

Inwiefern unterscheidet sich denn nun das Bedürfnis der Schweiz, eine einzigartige Identität zu
erhalten von Israels Beschützen seiner verletzlichen Identität? (Dabei ist die existentielle
Bedrohung Israels zu berücksichtigen)

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