Matkot: allgegenwärtig an israelischen Stränden

Wer schon einmal in Israel an einem Strand war, musste wohl oder übel auch schon den Matkot-Spielern ausweichen, die allgegenwärtig die Szene direkt am Meer beherrschen. Für die einen ist es eine Art inoffizieller Nationalsportart und für die anderen ein Grund, um zum Krieg gegen das ständige tic-tic-toc aufzurufen.

Der monotone Klang dieses Spiels, einer Mischung aus Tennis, Squash und Pingpong, ist überall an den Stränden zu hören. Obwohl es auch in anderen Ländern gespielt wird, erreicht es doch nirgendwo diese Begeisterung und Ernsthaftigkeit wie in Israel. Oded Chen, einer der Spieler, nennt es gar eine Sucht. Stolz sind sie auf die Geschwindigkeit, die sie erreichen. Zur Steigerung der Herausforderung bauen die Profis stets neue Variationen ein  – beispielsweise das Spiel mit zwei Bällen.

In Neve Tzedek wurde 2003 ein Matkot-Museum gegründet. 2005 etablierten israelische Spiele internationale Meisterschaftsspiele. Motti Peles und Gili Ezrach gewannen die Weltmeisterschaft in Bat Yam und jene in Netanya mehrere Jahre hintereinander.  Ziel einiger Spieler ist es, das Spiel an die Olympiade zu bringen.

Andere hingegen ärgern sich masslos über das allgegenwärtige Matkot, das das Strandbild prägt und einen normalen Spaziergang entlang des Meeres zu einem Abenteuer macht, das ihrer Meinung nach fast schon eine Helmpflicht erfordern würde. Die beiden Tel Aviver Filmer Tom Shinan und Liran Goldberg haben eine vehemente – letztlich aber erfolglose – Kampagne gestartet „Matkot – the End“ (schauen Sie sich den Film unten an).

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