Israelischer Arzt entwickelt Strahlenschutzarmband

Zahlreiche Studien befassen sich mit den möglichen Konsequenzen der Strahlung von Kommunikationsapparaten. Währenddessen erfand Prof. Moshe Sternfeld ein Armband, das unsere Körper schützen soll, indem es die Gefahr der Strahlung von Handys verringert. Der Internist arbeitete 22 Jahre am Kaplan Medical Center und begann sich danach in Alternativmedizin zu spezialisieren. Schon vor 10 Jahren entwickelte er eine komplett natürliche Substanz (SR19), die er patentieren liess, Diese beugt Strahlungsschäden vor.

Das Patent verkaufte er an Biomed Technologien, die technologische Produkte entwickeln und produzieren. Im Gegenzug lancierte die Firma Bioguard X, ein Armband, das die von Sternfeld entwickelte Substanz enthält.

Der Firma zufolge schützt sich jeder, der das Armband trägt von der uns täglich umgebenden Strahlung. Die vorläufigen Ergebnisse sind vielversprechend, müssen aber noch unabhängig getestet werden. Sternfeld selbst trägt das Armband seit acht Jahren – wobei es viel weniger schön aussah als das jetzt entwickelte – doch schliesslich zählt die Substanz.

(Quelle: Ynet, 22.5.12: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4224513,00.html)

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Archäologische Fundgrube Israel

Mit täglich 30 aktiven Grabungen in Israel ist es nicht verwunderlich, dass ständig bedeutende Entdeckungen zutage gefördert werden.

(Bild: Unterirdisches Reservoir in Ramla aus dem 18. Jahrhundert. Sämtliche Bilder vom Ministry of Tourism)

Auf der Suche nach biblischen Beweisen graben Archäologen seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Grabungen wurden aber vor allem seit der Staatsgründung 1948 in grossem Masse vorangetrieben. Nur schon im Dezember 2011 wurde beispielsweise  in der Nähe der Klagemauer ein seltenes zweitausend Jahre altes Tonsiegel gefunden, eines der wichtigsten Artefakte aus der zweiten Tempelperiode. Die israelische Antiquitätenbehörde (IAA) fand in derselben Zeit auch die Überreste eines byzantinischen Badehauses, als ein neues Wasserversorgungssystem in den judäischen Küstenhügeln gelegt wurde.

Diese Funde machen oft Schlagzeilen: Ende 2011 publizierten Forscher der Universität Tel Aviv den Fund menschlicher Zähne in einer Höhle bei Tel Aviv, welche auf den afrikanischen Homo Sapiens vor 200‘000 Jahren zu datieren sind und somit zur Forschung über die menschliche Evolution beitragen. Andere Funde in einem jüdischen Dorf von 135 AD.  waren 264 identische Goldmünzen des letzten byzantinischen Eroberers, der in Jerusalem herrschte, sowie ein römisches Legionslager aus dem 2. Jahrhundert, ein Dorf aus dem 12. Jahrhundert und byzantinische Klöster. 2009 fanden israelische Archäologen in Migdal die älteste Darstellung der Menorah, eine Schnitzerei von vor 2000 Jahren.

Jon Seligman, Leiter der IAA kann nur lachen, wenn er die wichtigsten Funde der letzten 64 Jahre nennen soll: „Die Archäologie in diesem Land wurde revolutioniert in den über 60 Jahren des Staates“, sagt er. Eine komplette Liste von Ausgrabungsstätten umfasst 70 Orte, die nach Abschluss der Arbeiten oft zu Nationalpärken wurden. Die wichtigsten sind die folgenden:

  • Masada: die beeindruckende Festung von Herodes dem Grossen mit Blick aufs Tote Meer (eines der wichtigsten Touristenziele Israels aufgrund der dramatischen Rolle in der Geschichte der jüdischen Widerstands gegen das römische Imperium)
  • Megiddo: eine zentrale Schüsselkreuzung, wo sich schon im 3. Jahrtausend AC eine stark befestigte Stadt von Mauern umgeben befand.
  • Beit Guvrin-Maresha: mit den Jahrtausenden alten, wertvollen Gruben, Gräber, Lagerräumen, industriellen Anlagen, Verstecken und Taubenschlägen.
  • Ashkelon: der älteste und grösste Hafen in Israel, der ein blühendes Handelszentrum darstellte während der Römerzeit.
  • Davidstadt: der Nukleus des antiken Jerusalem, die westliche und südliche Mauern, die den Tempelberg umgaben.

Die IAA überwacht etwa 300 jährliche Grabungen und ist für ca. 95% der archäologischen Arbeiten in Israel zuständig. Sie bieten auch einen fünfmonatigen englischen Einführungskurs an.

Graben, Entdecken und Analysieren ist Teil eines sorgfältigen Prozesses. Seligman betont: „wir müssen nicht nur auf das achten, was wir ausgraben, sondern auch das, was wir nicht tun. Wir machen nur das notwendige Minimum, denn Ausgraben ist ein destruktiver Prozess und wir müssen an das denken, was wir den künftigen Generationen überlassen“. Normalerweise werde das Material an den Stätten im natürlichen Umfeld belassen. Ins Museum gebracht werden Dinge nur, wenn es keine Alternativen gebe.

 

Die grossartigsten Funde:

Tel Hatzor

Hatzor war ein Ausbildungsort für Schriftgelehrte. Archäologische Teams verbrachten 22 Sommer mit der Erforschung dieses UNESCO Weltkulturerbes in Nähe der libanesischen Grenze. Aufgrund der Ruinen von Palästen und Tempeln, dem Wassersystem und zahlreichen Keilschriftzeugnissen scheint die Beschreibung des Ortes als Leider aller kanaanäischen Königreiche durch Josua zutreffend zu sein.

Tel Dan

(Bild: Fragmente mit Steininschriften aus Tel Dan)

Drei aramäische Steininschriften zeugen vom Sieg des Königs von Aram über den König des Hauses David, wodurch die Fundstücke die frühesten ausserbiblischen Referenzen für die Monarchie Davids bilden. Andere dabei entdeckte Schätze waren Flintwerkzeuge, primitive Tonwaren, Steinwalle, metallene Gegenstände und Siegelabdrücke.

 

Tel Rehov

(Bild: Tel Rehov, wo frühe Imker Honig und Wachs herstellten)

Im Beit Shean Tal entdeckten Forscher 1007 eine zentrale Honigproduktionsanlage aus der Eisenzeit (biblische Zeit). Dies war besonders interessant, da man bisher davon ausging, dass die Bezeichnung des Landes „von Milch und Honig“ auf Dattelhonig Bezug nahm. Die Ausgrabungen belegten aber die Existenz von Bienenstöcken zu jener Zeit.

 

Mishmar David

Diese grosse Siedlung ist auf die frühe islamische bis zur Kreuzritterperiode datiert worden. Es fanden sich sowohl christliche als auch muslimische Symbole.

 

Ramla

(Bild: Bild: Unterirdisches Reservoir in Ramla aus dem 18. Jahrhundert. Ministry of Tourism)

Ramla ist die einzige von Arabern gegründete Stadt im alten Palästina, südöstlich von Tel Aviv auf Sanddünen. Viele Gebäude gingen verloren, aber die Weisse Moschee der Umayyaden-Zeit konnte rekonstruiert werden.

 

Herodion

Josephus Flavius schrieb, dass Herodes der Grosse in der Nähe seiner Paläste und Gärten im Herodion, einer der grössten königlichen Stätten der römisch-hellenistischen Zeit, begraben wurde. Die Entdeckung des Grabes von Herodes dem Grossen, welches während Jahrzehnten gesucht wurde, machte 2007 Schlagzeilen, obwohl es zum Teil zerstört war und die Leiche von Grabräubern gestohlen wurde.

Video: Tour durch Herodion

 

Yiftach-El

(Bild: Flintstein)

An dieser Stätte fand man Flintsteine aus der neolithischen Periode, was eine Seltenheit für diese Zeit darstellt, da es der Übergang von einer nomadischen zu einer sesshafteren landwirtschaftlichen Existenz war.

 

Tel Kabri

In Tel Kabri zwischen Akko und Nahariya wurde die früheste bekannte westliche Kunst des östlichen Mittelmeers gefunden. Der Fokus der Ausgrabungen lag auf einem Palast aus 1600 AC und förderte in den vergangenen 25 Jahren einen minoischen Boden und Wandfresken zu Tage.

Dieser Fund macht Angaben über internationalen Handel und kulturelle Verbindungen, da die minoische Kunst aus Kreta stammt, was einen direkten Link vermuten lässt.

 

Hilazon-Höhle

(Bild: Eingang zur tiefer gelegenen Hilazon-Höhle)

Die Leiche einer Hexe oder Zauberdoktors aus dem Epipaläolithikum (16‘000 bis 8‘300 AC) gab der Höhle den Spitznahmen „Schamanen- oder Hexenhöhle“. Die umliegenden Knochen und Gegenstände geben Einblick in die sozialen und kultischen Praktiken jener Epoche.

 

Te’omim Cave (Zwillingscave)

(Bild: Eingang zur Te’omim-Höhle, von Wikimedia)

Rebellen gegen die Römer versteckten sich in diesen natürlichen Höhlen östlich von Beit Shemesh. Kürzlich entdeckten Archäologen da Artefakte aus der Zeit des Bar Kochba-Aufstandes.

Zwillingshöhle wird es genannt aufgrund einer Legende, dass eine unfruchtbare Frau im 19. Jahrhundert von dem von der Decke tropfenden Wasser trank und daraufhin Zwillinge zur Welt brachte.

 

Khirbet Qeiyafa

(Bild: Blick von der Khirbet-Festung, von Joav Dothan)

Die strategische Festung wird von einer 700m langen Steinmauer aus Steinen bis zu acht Tonnen umgeben. Hier, der Hauptstrasse von Philistia nach Jerusalem, brachte David Goliath zu Fall. Die Ausgrabungen geben Beweise für Davids Herrschaft.

 

Tel es-Safi

(Bild: Belagerungssystem von Tel es-Safi)

Dieser Ort ist auch als Gath bekannt, der Heimatstadt von Goliath, wo seit 1996 gegraben wird und u.a. das älteste bekannte Belagerungssystem der Welt, die früheste Metallproduktionsstätte und ein grosser steinerner Alter der Philister entdeckt wurde. Letzterer hat die exakt gleichen Dimensionen wie derjenige der Israeliten in der Wüste, ausser dass er zwei statt vier Hörner hatte.

 

Ramat Rachel

(Bild: antiker Taubenschlag in Ramat Rachel)

2010 entdeckte man hier ein altes Wasserreservoir. Ramat Rachel war erstmals besiedelt in den Tagen der judäischen Monarchie während des 8. Und 7. Jahrhunderts AC. Es war ein Zuhause für Perser, Griechen, Römer, Byzantiner und frühe islamische Siedler. Danach war es verlassen für etwa 100 Jahre.

 

Khirbet Wadi Hamam

(Bild: Bänke in der Synagoge von Khirbet Wadi Hamam)

Dieses Dorf liegt westlich des See Genezareths und erbrachte den Schlüssel zur Datierung mancher Synagogen aus jener Gegend. Die meisten Dörfer in Galiläa hatten eigene jüdische Gebetshäuser oft mit aufwändigen Mosaikböden. Derjenige in Khirbet Wadi Hamam ist besonders gut erhalten.

(Quelle: Aussenministerum, 15.12.11 von Avigayil Kadesh)

Hundertjahrfeier des Technions

Hundert Jahre nach der Grundsteinlegung für das Technion feiert dieses weltberühmte Wissenschafts- und Technologieinstitut seine Leistungen.

„Israel kann den Überlebenskampf nur gewinnen, wenn es sich Expertenwissen in der Technologie aneignet“, sagte der grosse Wissenschaftler Albert Einstein 1932. Er kam ins jüdische Heimatland, um in seiner Funktion als erster Präsident der Technion-Gesellschaft eine Palme zu pflanzen.

Im folgenden Jahr öffnete das, was heute als Technion – Israel Institute of Technology bekannt ist, seine Tore für 17 Studenten – 16 Männer und eine Frau.

Doch die harte Arbeit von Einstein und manchen anderen bis zur Gründung der ersten modernen Universität forderte jahrelange Planung. Das „Technikum“ war als eine Alternative für die jüdische Jugend in Europa gedacht, der Möglichkeiten für technische Studien in ihren Herkunftsländern verwehrt waren. Der Traum der Gründung und Führung einer Basis für eine jüdische Industrie begann sich am 11. April 1912 bei der Grundsteinlegung zu erfüllen.

Bild: Das ursprüngliche Technion im Bau (frühe 20er Jahre)

Nun ist das Technion, eines der besten Technologieinstitute der Welt, in den letzten Monaten seiner Hundertjahrfeier. Es war ein herausragendes Jahr für das Institut. Prof. Dan Shechtman gewann als drittes Mitglied der Technion-Fakultät einen Nobelpreis und das Technion wurde aus vielen Bewerbern ausgewählt, um in Kooperation mit der Cornell University ein Institut für angewandte Wissenschaft und Engineering in New York zu gründen.

(Bild: Nobelpreisträger Prof. Dan Shechtman auf dem Gelände des Technions)

Den Startschuss für die ganzjährige Feier war ein vom Technion produzierter Kurzfilm, der dessen Ursprünge und wichtigsten Errungenschaften hervorhob, sagte Danny Shapiro, der Öffentlichkeitsverantwortliche der Universität.

Es würde einige abendfüllende Filme brauchen, um den Einfluss des Instituts auf das Leben in Israel und darüber hinaus darzustellen. Die über 93‘000 Absolventen des Technions stellen mindestens 70% der Hightech Führungskräfte Israels dar. Unter diesen jüdischen, christlichen, muslimischen und drusischen Männern und Frauen gibt es jene, die eine Menge „Nova“ in der Welt erfunden haben.

Nur einige davon: Mikroprozessoren der Wireless Technologie, pillenförmige Kameras für Magen/Darm, die weltweit grösste entgegengesetzte Osmose-Entsalzungsanlage, eine nanotech-„Nase“ um Krankheiten auszuscheiden, und das ReWalk „Exoskeleton“, welches an den unteren Gliedmassen gelähmten Leuten erlaubt, wieder zu laufen.

Im letzten Juli wurde Prof. Gideon Grader, Direktor des Grand Technion Engery Program von einem internationalen Komitee ernannt als Gründungsdirektor des I-CORE (Israeli Centers of Research Excellence) für alternative Energien. Diese Initiative umfasst 27 Forscher des Technions, des Weizmann Instituts für Wissenschaft und der Ben-Gurion Universität des Negev um als israelisches Konsortium für solarbasierte Kraftstoffe zu fungieren.

Globale Bedeutung

Alumnis des Technion spielten eine zentrale Rolle bei der Schaffung der industriellen Infrastruktur Israels und waren Bahn brechend für technologiebasierte Unternehmen – welche heute die höchste Konzentration von Hightech Start-Ups ausserhalb des Silicon Valley bilden. Google, Yahoo!, Intel und IBM etablierten alle Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Haifa, um am Technion ausgebildete Wissenschaftler anzuwerben.

Bei der Eröffnung bot das Technion nur zwei Studienrichtungen an: ziviles Ingenieurswesen und Architektur. Heute können ca. 12‘800 Studenten zwischen 55 BA-Fächern und 80 Masterprogrammen wählen, welche in 18 akademische Departments aufgeteilt sind. Es gibt auch 52 Forschungszentren. Die 90 Gebäude des Instituts sind über den malerischen Berg Karmel verteilt.  

Es ist schwierig, den Einfluss der Universität in den verschiedenen Wissenschafts- und Ingenieursbereichen zu messen. Aber die Prof. em. Shlomo Maital und Prof. Amnon Frenkel versuchten es in ihrem neuen Buch „Technion Nation: Technion’s Contribution to Israel and to Humanity“ (erscheint Juni 2012).

Maital schätzt, dass die Gegenleistung für die 1 Mia. Dollar, die 2010 in die BA-Ausbildung investiert wurde, zwischen 1.76 bis 3 Mia. Dollar jährlich beträgt, wenn jene Absolventen in den Arbeitsmarkt eintreten und innovativen Ideen implementieren.

Das Buch dokumentiert auch zentrale Erfolgsgeschichten des Technions, selbstverständlich auch jene der Nobelpreisträger (Chemie) von 2004, Avram Hershko und Aaron Ciechanover, sowie des Preisträgers Shechtman 2011.

Diese drei Männer wurden auf einer Briefmarke verewigt, die am 31. Januar von der israelischen Postgesellschaft eingeführt wurde, um  den Meilenstein des Technions zu markieren. Die Briefmarke wurde von Naama Tumarkin, der Direktorin der Israel Technion Society entworfen und zeigt die Fassade des ursprünglichen Gebäudes, welches von Alexander Baerwald, einem jüdisch-deutschen Architekten und Cellisten, der in einem Streichquartett mit Einstein spielte. Über dem Gebäude hält eine Hand einen Nano-Fallschirm, einen differenzierten luftübertragenen Toxin-Detektor, der vom Technion entwickelt wurde, dessen Struktur und Bewegung auf den Löwenzahnsamen basieren.

Die Gala zur Einführung der Briefmarke im Haifa Auditorium, an der viele VIPS anwesend waren, beinhaltete auch eine Vorstellung des Shalom Zielony Technion Chors und Orchesters.

„Viele Leute sind überrascht herauszufinden, dass wir ein Philharmonie-Orchester und -Chor der Studenten haben“, sagt Shapiro. „Sie geben ein Konzert am Ende jedes Semesters, welches sehr populär ist“.

Andere Aktivitäten während dem Jubiläumsjahr beinhalteten einen kreativen Ingenieurswettbewerb für Studenten, Touren und Präsentationen für Besucher über Erfindungen des Technions, welche kommerzialisiert wurden.

Internationale, multikulturelle Anziehungskraft

Die Jubiläumsanlässe beschränkten sich nicht nur auf die Technion
Alumnis und Unterstützer. Shapiro zufolge feierten auch alle 17 Technion Society Fundraising Organisationen weltweit mit ihren Aktivitäten mit, was den weitreichenden Einfluss der Innovationen des Technions und der akademischen Beziehungen mit über 100 Institutionen in 30 Ländern hervorhob.

Im letzten September wurden fünf internationale Blogger nach Israel gebracht, um einen nahen Blick auf das Institut zu werfen. Begleitet von Studenten erhielten sie einen vertieften Geschmack von dem, was auf dem Campus in Haifa abläuft, und liessen ihre Leser daran teilhaben.

Das Technion öffnet seine Tore immer mehr für ein breitere globale Beteiligung. „Vor einigen Jahren lancierten wir eine International School of Engineering“, sagt Shapiro. Ausschliesslich in Englisch studierend erlangten Studenten aus vielen verschiedenen Ländern einen BA in zivilem und ökologischem Ingenieurswesen.

„Wie alle Universitäten zielen wir darauf, immer internationaler zu werden und ermutigen Doktoranden hierherzukommen“, sagt Shapiro. „Die Partnerschaft mit Cornell ist Teil dieser Internationalisierung. Israelische Hochschulen haben viel zu bieten und der Tech-Campus in New York ist ein Weg, wie Israel zur Weltwirtschaft beitragen kann“.

Doch den Grossteil der Ressourcen investieren sie lokal, beginnend auf der Grassroots-Ebene. Shapiro bemerkt, dass das Technion verschiedene Programme entwickelt hat, welche benachteiligten und Minderheiten zugehörenden Studenten hilft, Lücken bei der Bildung und im Sozialen zu überwinden. Beispielsweise das zehnjährige Landa Equal Opportunities Project, welches viele israelischen Araber für die soziale und akademische Integration am Technion vorbereitet hat, durch voruniversitäre Zurüstung, intensives Mentoring und Tutoring.

Das Institut führt auch verschiedene gemeinsame, regionale Forschungsprojekte mit arabischen Gemeinden  in den Bereichen Medizin, Umwelt und Wasser.

Beispielweise beendete das Wasserforschungsinstitut des Technions kürzlich ein mehrjähriges Forschungsprojekt zur Behandlung von Abwasser und Maximierung dessen Qualität und Nützlichkeit für die Landwirtschaft.

„Diese Art von Forschung versucht allen Völkern der Region zu helfen, das stark beschränkte Wasservorkommen besser zu nutzen und dabei ökonomisches Wachstum, Lebensqualität und die Umwelt zu fördern“, sagt Shapiro.

Einen wackligen Start überwinden

Heute ist klar, dass das Technion den Hoffnungen Einsteins gerecht werden konnte. Aber, der spätere Erfolg  war damals schwer zu erträumen.

Eines der ersten Probleme war die Entscheidung über die Sprache der Lehre. Deutsch war eine naheliegende Wahl, da es die Wissenschaftssprache war und das moderne Hebräisch war erst an einem Comeback. Aber die Befürworter des Hebräischen gewannen schlussendlich. Das war „einer der bestimmenden Momente in der Kristallisierung der israelischen kulturellen Identität“ (gemäss einer Ausstellung 2011 „War of the Languages“).

In den 1930ern waren die Finanzen so knapp, dass die Angestellten dafür stimmten, lieber temporär ohne Bezahlung zu arbeiten, als die Schule zu schliessen. Während jenen Jahren vor der Staatsgründung und vor allem während dem Unabhängigkeitskrieg war das Technion ein aktives Zentrum für den jüdischen Untergrund und eine Quelle für technologische Verteidigungslösungen. Zahlreiche Wissenschaftler, die aus den von den Nazis regierten Ländern flohen, fanden einen Platz im Institut.

Nach Ende des Kriegs begann das Technion zu boomen aufgrund der Entwicklungsbedürfnisse des neuen Israels. Es gab einen grösseren Campus und erweiterte sein Kursangebot während der 50er dramatisch für eine schnell wachsende Studentenschaft, inklusive eine medizinische Ausbildung.

Während den 70ern begann der Ruf des Instituts hunderte Studierende aus Entwicklungsländern in Afrika und Asien anzuziehen. Die Einwanderung aus der ehemaligen Sovjetunion in den 90ern brachte nochmals etwa 1000 Studierende mehr. Neue Gebäude wurden angefügt, inkl. das Henry and Marilyn Taub and Family Science and Technology Center, welches sich rühmen kann, die grösste Computerwissenschaftsfakultät des Westens zu besitzen. 1998 entwarfen, bauten und lancierten Studenten des Technions einen Mikrosatelliten. Nur fünf andere Universitäten haben je eine solche Leistung erbracht.

Über die Jahre hinweg haben diverse Fakultätsmitglieder anderen Ländern technologische Unterstützung angeboten – unter dem Patronat der Mashav Agency for International Development Cooperation des Aussenministeriums und UN-Organisationen.

“Es ist eine berauschende Erfahrung, wenn so viele Qualitäten, Fähigkeiten und Ideen zusammen konzentriert sind“, nannte es Peretz Lavie, Präsident des Technions, im letzten Sommer. „Ob es die Fähigkeit ist, Ideen zu strukturieren, der Mut zu träumen, die Sensibilität künftigen Bedürfnissen gegenüber, die Technion-Familie ist lebendig mit Talenten, was eine veritable Ressource für Israels und unsere geteilte Zukunft ist“.

(Original: Avigayil Kadesh, Aussenministerium Israel, 26.3.12)

Krebs am Blutbild erkennen – neues Testverfahren aus Israel

Forscher des Soroka Medical Centers und der Ben Gurion-Universität haben einen Bluttest entwickelt, der mittels einer einfachen Methode verschiedene Krebstypen erkennen soll. In einer ersten Versuchsrunde mit 200 Probanden haben die Forscher über das Blutbild die Krebsarten von 90 Prozent der getesteten Krebspatienten ermitteln können.

Der Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Prof. Joseph Kapelushnik, erklärte, die Studie stecke noch in einer frühen Testphase.  „Ziel ist, eine effiziente, billige und einfache Methode zu entwickeln, um so viele Krebsarten wie möglich erkennen zu können“, so Kapelushnik.  

Zur Erkennung der Krebszellen  benutzen Prof. Kapelushnik und sein Team Infrarot-Lichtstrahlen. Das zu testende Blut wird in ein spezielles Gerät gefüllt und mit Infrarotlicht durchleuchtet. Daraufhin können die Forscher einschätzen, ob der Patient Krebs hat oder nicht. Zurzeit fokussieren sich die Forscher auf häufig auftretende Krebsarten wie Lungen- und Gebärmutterkrebs, erzielen aber auch erste Erfolge bei der Erkennung anderer Arten.

„Wir konnten mit 90-prozentiger Genauigkeit die Krebsarten auseinanderhalten. Der Test fand aber mit einer relativ kleinen Gruppe an Patienten statt und wir brauchen noch Tausende von Testpersonen bevor wir sagen können, dass die neue Methode tatsächlich funktioniert. Vorläufig sind wir jedoch optimistisch und freuen uns über das gute Ergebnis“, so Kapelushnik.

(Ynet, 02.03.12)

Zuckerberg richtet für Peres Facebook-Seite ein

Am 6. März soll die offizielle Facebook-Page von Präsident Peres online gehen, die ihm den ständigen Austausch mit den Facebook-Nutzern weltweit ermöglichen wird.

Für den Launch der Seite hat sich sein Team in Zusammenarbeit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg höchstpersönlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Peres wird am ersten Tag des Facebook-Beitritts auf seiner Page ein Live-Interview geben, bei dem ihm Nutzer aus allen Teilen der Welt Fragen stellen können. Den Launch der Seite wird Peres mit Zuckerberg bei einer Zeremonie in der Facebook-Zentrale im Silicon Valley feiern. Dort wird dann auch ein Musikvideo mit dem Titel „Be my friends for Peace“ von dem Musiker Noy Alooshe Premiere haben, das extra für Peres’ Facebook-Auftritt produziert wurde.

Peres‘ Cyber-Initiative ist nicht nur auf Facebook begrenzt: Im Rahmen von „Peres 360“ wird der Präsident seine Präsenz auch auf Twitter, Instagram und Youtube ausweiten. Auf diesen Kanälen kann die Öffentlichkeit dann die Handlungen des Präsidenten in Echtzeit verfolgen.

Die Initiative soll vor allem der Völkerverständigung dienen, indem sie die Kommunikation mit Menschen in Ländern fördert, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält, insbesondere mit der jungen Generation in den arabischen Staaten.

Es soll ihnen so ermöglicht werden, Ideen und Konzepte vorzuschlagen, wie die Bevölkerung sich näher kommen kann, erklärt Efrat Duvdevani, Leiterin des Präsidialamts. „Die Facebook-Seite des Präsidenten ist ein sehr wichtiger Schritt, um die Beziehung zu der Öffentlichkeit auf der ganzen Welt zu vertiefen. Sie gibt uns eine Plattform, um Präsident Peres‘ Vorstellung von Frieden zu bewerben und den Staat Israel positiv zu präsentieren“, so Duvedavni.

Quelle (ynet)

So können sogar Blinde „sehen“

Jerusalem, 7. Februar 2012 – Wissenschaftler der Hebräischen Universität in Jerusalem haben bei von Geburt an blinden  Menschen den visuellen Cortex stimuliert, indem sie sensorische Ersatz- Apparate (SSD) verwendeten. So wird es den blinden Menschen möglich, Dinge zu „sehen“ und sogar zu beschreiben.

SSD sind nicht-invasive sensorische Hilfsapparate, die blinden Menschen via ihre vorhandenen Sinne visuelle Informationen übermitteln.

Die erstaunlichen Ergebnisse aus Dr. Amedi’s Labor  wurden kürzlich in der Revue Cerebral Cortex veröffentlicht. Abgesehen von den spektakulären klinischen Möglichkeiten, die sich so  eröffnen, bietet diese  Art von funktionaler Kernresonanztomografie ausserdem eine einmalige Gelegenheit, die Organisation eines visuellen Cortex zu erforschen, der über keine visuelle Erfahrung verfügt,  indem man das Gehirn von Menschen studiert, die von Geburt an blind sind.

Die Forschungen wurden im Labor von  Dr. Amir Amedi, im Edmond and Lily Safra Center für Neurowissenschaften und im Institut für Medizinische Forschung Israel-Kanada an der Hebräischen Universität durchgeführt.

Bild von Dr. Amedi mit dem entwickelten SSD-Gerät

Dr. Amedi trägt das SSD-Gerät

(Pressemitteilung der Hebräischen Universität Jerusalem, 7.2.12)

PFLANZEN SIE IHREN EIGENEN BAUM IN ISRAEL

Der Baum ist für uns Menschen ein starkes Symbol des Lebens und der Hoffnung.
Helfen Sie uns, Israel zu begrünen.

Der KKL – Keren Kayemeth Leisrael hat vielen Menschen aus aller Welt ihren Traum eines eigenen Baumes in der Erde des Gelobten Landes ermöglicht. Über 240 Millionen so gepflanzte Bäume haben das einst karge Land wieder in die blühende Landschaft verwandelt, die es einmal war.

Gerne pflanzen wir für Sie einen oder mehrere Bäume im Tiberias Schweizerwald, oberhalb des Sees Genezareth. Machen Sie sich damit eine besondere Freude. Oder beschenken Sie als Zeichen Ihrer Liebe und Wertschätzung Menschen zu einem Feiertag, zum Geburtstag, zu einem Jubiläum,
als Gastgeschenk oder zur Erinnerung an einen lieben Verstorbenen mit einem oder mehreren Bäumen im Heiligen Land.

WIR SCHAFFEN EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT FÜR DIE MENSCHEN
VON HEUTE UND DIE KINDER VON MORGEN.

Gerne pflanzen wir auch für Sie oder für Menschen Ihres Herzens einen oder mehrere Bäume im Tiberias Schweizerwald, oberhalb des Sees Genezareth.

Machen Sie sich damit eine besondere Freude. Oder beschenken Sie als Zeichen Ihrer Liebe
und Wertschätzung Ihnen nahestehende Menschen zu einem Feiertag, zum Geburtstag, zu einem
Jubiläum, als Gastgeschenk oder zur Erinnerung an einen lieben Verstorbenen mit einem oder
mehreren Bäumen in Israel.

BAUM BESTELLEN

 

 

Quelle: Keren Kayemeth Leisrael